Suses Art / Life Blog
Donnerstag, 4. Juni 2026
Genug für den ersten Schritt
Sonntag, 18. Januar 2026
Im Januar
Januar,
auf dem Weg durch den Wald
der nichts verlangt.
Schritt für Schritt laufe ich
und nur er steht still.
Und in die graue Luft hinein,
zeichen sich dünne Zweige,
unter die ich hindurch gehe,
die mir lange nachsehen.
Kein Ziel ist sichtbar,
nur der Weg selbst
weiß, wohin.
#sketchjournal #trees #sketchonpaper
Freitag, 3. Oktober 2025
I keep myself out
Ein kurzer Blick ins Dickicht.
Ein kleiner Schritt abseits des Weges, und schon verschlucken mich Schatten und Linien. Äste kreuzen sich wie Gedankenbahnen, widerspenstig, zerfasert, ein Knäuel aus Fragen.
Ich höre mich sagen: ruhig bleiben, doch meine Stimme geht verloren im Rascheln der Blätter.
Das Licht bricht ein, schmal wie ein Riss im Himmel, und für einen Augenblick glaube ich, dass es mich meint – dass es den Finger hebt und zeigt: Schau hierher, hier bist du.
Mein Herz reagiert mit einem Stolpern.
Es ahmt die Zitterlinien der Zweige nach, pocht im gleichen unruhigen Takt.
Aber je länger ich schaue, desto weniger erschreckt mich das Chaos.
Es sieht mir ähnlich, ja fast vertraut.
Als hätte der Wald meine Nerven genommen und sie in Schwarz auf Grau gezeichnet.
Da steh ich nun still und lass es geschehen. Das Dickicht formt keine Worte – und doch spricht es:
Du bist Teil davon. Das Durcheinander ist kein Feind.
Es lebt in dir, und du darfst es atmen.
Und so gehe ich nicht tiefer hinein, aber auch nicht davon fort.
Ich lasse den Blick genügen,
als hätte ich für einen Moment den Mut gefunden,
mich selbst auszuhalten.
Donnerstag, 2. Oktober 2025
Soon
Der Wald um mich herum verschlingt das Licht,
Schatten liegen über den Boden,
gebildet von unzähligen Ästen.
Der Weg ist schmal,
und ich gehe ihn,
Schatten spielen Muster
auf dem Boden,
als hätte das Licht beschlossen,
sich in Stücke zu legen
und mich zu begleiten.
Es wirkt, als sinke der Weg in die Tiefe.
Die Stille ist hier so dicht,
jeder kleine Ast auf den ich trete
zerreißt sie wie Glas.
Ich bin hier, der Weg trägt mich,
Schritt für Schritt,
durch diese dichte, atmende Stille.
Außerhalb diesem Geflechts
liegt Weite,
liegt Atem,
eine Verheißung - ankommen,
ein Versprechen- Ich komme bald!
Mittwoch, 1. Oktober 2025
Müde
Heute bin ich so müde.
Die Bäume neigen sich über mich,
als wollten sie meine Schritte verschlucken.
Zwischen den Stämmen
verheddern sich meine Gedanken,
dick wie Schatten,
schwer wie Steine.
Ich gehe,
doch jeder Schritt sinkt tiefer
in die Müdigkeit,
als wäre sie ein Boden,
der mich halten will
und nicht mehr loslässt.
Heute bin ich so müde.
Und doch:
der Weg liegt da,
weiß und still,
wie ein Versprechen von Ruhe.
Die Linien tanzen um mich,
wild, aber lebendig,
wie Gedanken, die nicht ruhen wollen.
Vielleicht ist Müdigkeit
nur ein anderer Name
für Heimkehr,
für dieses leise Zurückfallen
in mich selbst.
Samstag, 6. Januar 2024
Digitalsketch
Samstag, 24. September 2022
Wolkenstudie Watercolor
Ein paar neue Ideen sind entstanden, während ich mit den Watercolors skizzierte. Wolken, ja der Himmel war in den letzten Tagen voll davon. Man hatte teilweise den Eindruck, die Wolken waren die Landschaft und der Boden war nicht mehr präsent.
Hier ein paar Skizzen:
Samstag, 30. April 2022
Toben
Hatte ich eigentlich schon dieses Bild gepostet? Vermutlich noch nicht.
Ich liebe Landschaften und die Malerei. Und wenn mein Rücken nicht so schmerzhaft daherkäme, würde ich dies viel exzessiver angehen. Natürlich bin ich gern im Studio und male dort, versunken mit viel Musik. Und ich mag es total. Trotzdem! Am liebsten wäre ich draußen, irgendwo in der Landschaft und wäre eins mit ihr im Prozess des Malens mit den Farben und meiner Staffelei.
Dies Bild drückt meine gegenwärtige Lebenssituation aus. Ich stehe auf einer Klippe, auf Felsengrund und das Meer tobt. Die Linien am Zaun, in die Farbe hineingekratzt. Wie das Leben die Erfahrungen in meine Seele kratzt. Sie sind unsichtbar, spürbar, geben Halt und Orientierung. Manchmal schmerzhaft, manchmal vertraut. Hier ist es die Wiederholung die ich befürchte. Also schmerzhaft und beängstigend. Erfahrungen die ich vermutlich nicht nochmal durchleben kann oder möchte. Mir nicht zumuten, zu Ende denken will. Manchmal wünsche ich mir einfach umzudrehen und von dort weg zu gehen. Wohin?
Irgendwo, an einem ruhigeren und friedlichen Ort. Manchmal fühlt es sich so an als sollte das Leben ein ruhiger, stiller und friedlicher Fluss sein. Dorthin würde ich sicher gerne gehen.
Aber ich sehe mich warten, hier an diesem Punkt und ich hoffe so sehr dass dieses „toben“ sich wieder beruhigt.
Sonntag, 27. März 2022
Forsythie 2
Nachdem ich die Forsythie letztens, - inspiriert durch Alex Katz - gemalt hatte, habe ich mir sie mir nun nochmals vorgenommen. Diesmal von einem Foto.
Hier das wunderbare Ergebnis:
Dienstag, 15. März 2022
Spring Forsythie
Später am Abend, es roch sogar ein bisschen nach Frühling - inspirierte mich ein Bild von Alex Katz.
Eine Forsythie, vor blauem Hintergrund.
Die Idee gefiel mir und irgendwie passte es auch zur Stimmung heute. Und während ich gerade mein Werk betrachte, überlege ich sogar ob ich es auch nochmal in Öl malen werde.
Forsythie #digitalpainting
Sonntag, 20. Februar 2022
Einer meiner Lieblingskünstler
Wenn du dein Auge schulen möchtest die einfachen Dinge zu sehen, also die markantesten Bereiche zu erfassen die dein Bild wiedergeben soll, was immer du auch malst; dann schau dir die Bilder von Lois Dodd an.
Momentan kann ich nicht genug bekommen von ihrer Art zu sehen und wie sie es umsetzen kann zu einem ruhigen und sympathischen Bild.
Ich will herausfinden wie sie das macht und davon lernen.
Heute habe ich eines ihrer Bilder studiert. Es hat geregnet und ich betrachte gerade eines ihrer Werke.
Regen,Schnee und Baum/2014
Ich nahm mein iPad und lies dies Bild hier entstehen:
Doch um so richtig auf ihre Spur zu kommen, werde ich mich noch mit einem wirklichen, verregneten Fenster, an ihre Art des Sehens, herantasten müssen.
Samstag, 19. Februar 2022
Ich war blogfaul aber nicht untätig
In den letzten Wochen habe ich mich mit vielen Dingen auseinandersetzen müssen.
Fast schon z u v i e l für mich, aber wo genau die Grenzen des Ertragbaren liegen, spürt man immer erst an diesen Punkten des
Hindurch m ü s s e n‘ s.
Das war zuerst die schwere und unheilbare Erkrankung meines Mannes. Umstellungen privater und beruflicher Natur. U n d der ganze Stress mit COVID u n d dem ganzen Rest der Welt.
Nein, ich war nicht faul. Müde und beladen, das trifft es eher. Dennoch, ohne die Malerei geht es bei mir gar nicht, also habe ich wirklich viel gemalt.
An den ganz kalten Tagen, vor dem Kamin sitzend, viele digitale Bilder. Themen waren Landschaft, Stillleben, und Blätter. An anderen Tagen habe ich im Studio an der Staffelei gearbeitet und mich mit Ölfarben auf die Plein Air Malerei vorbereitet, die ich gern an den wärmeren Tagen, bei schönem Wetter genießen möchte.
Da sind nun einige recht schöne Ergebnisse dabei, mit denen ich so nach und nach diesen Blog füllen kann.
Hier zuerst einmal ein digital gemaltes Stillleben von mir.
So könnte es im Rahmen aussehen.
Mittwoch, 23. Juni 2021
Die Bedeutung meiner Arbeit
Stelle dir vor ein langer Tag geht zu Ende. Du ziehst dir deine Laufschuhe an und rennst. Während du das tust, läufst du dir den Kopf frei. Alles zieht an dir vorüber und es stellt sich allmählich eine Ruhe ein und du merkst den Abstand zum Erleben deines Tages.
So funktioniert das auch mit der M a l e r e i . Meine Laufschuhe sind die Farben und der Malgrund die Landschaft. Ich denke nicht ans malen während ich es tue. Der Tag zieht an mir vorüber, oder etwas Anderes mit dem ich mich gerade gedanklich beschäftige. In meiner Farbwelt und Strukturen liegen meine Gedanken, meine Empfindungen und meine Lösungen.
Meine Kunst ist mein v i s u e l l e s T a g e b u c h ; Farben, Formen und Atmosphäre sind alle Teil und Ausdrucks meines Erlebens.























